In 'Explorations in Audio' möchte ich einige praktische Erkenntnisse über die Einrichtung und Optimierung eines erschwinglichen HiFi-Systems vermitteln. Obwohl man annehmen könnte, dass eigentlich schon alles über HiFi gesagt wurde, bleiben einige überraschend einfache Fragen offen, z. B.: "Ist digital besser als analog?" "Sind Kabel wichtig?" "Können digitale Kabel Störungen aufnehmen?" "Sollten Lautsprecher auf Spikes gestellt werden? Hat die Entwicklung im HiFi-Bereich ältere Geräte überflüssig gemacht?" "Wo sollte ich meinen Subwoofer aufstellen?" "Welche Raumkorrektur funktioniert am besten?" - Aber: "Sind das wirklich die richtigen Fragen?" - Nun, wir werden sehen.
Während die Einträge in diesem Blog in die drei oben genannten Kategorien unterteilt sind, finden Sie unten eine gemischte Auflistung der neuesten Beiträge. Der aktuellste Artikel wird zuerst angezeigt. Wenn Sie diesen Blog nicht zum ersten Mal besuchen, ist die Liste unten ein guter Ort, um schnell nachzusehen, ob es etwas Neues gibt.
Ihr Beitrag ist mehr als willkommen, solange Sie sich an die audiophile Grundregel "Ohr vor Verstand" halten. Das bedeutet, dass Sie Ihre Kommentare nicht auf der Grundlage dessen abgeben, was Sie zu wissen glauben, sondern nur auf der Basis Ihrer eigenen Hörerfahrung. Sie können uns gerne Geräte zum Testen vorschlagen und Kommentare zu den Beschreibungen hinterlassen, die Sie hier finden.

Veröffentlicht: 19.7.2026
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Explorations
Tag(s): Active HiFi Systems
Der Hamburger IT-Experte Bidjan Tschaitschian nutzt die digitale FIR-Technologie (Finite Impulse Response) auf Basis der von Andreas Heggendorn in der Schweiz entwickelten FIR-BoxX, um damit eine ultralineare und phasengerechte Klangwiedergabe für jeden Lautsprechertreiber zu gewährleisten und das Verhalten der Treiber in den Übergangsfrequenzen zu optimieren. Der 8-Kanal FIR-BoxX-Verstärker ermöglicht Phasen-, Zeit-, Amplituden- und Raumkorrekturen zur Klangabstimmung und hat dadurch das Potenzial, High-End-Hörerlebnisse einer breiteren Hörerschaft zugänglich zu manchen.
(Artikel in Vorbereitung. Vollständiger Bericht mit Hörbeispielen folgt.)








Veröffentlicht: 21.6.2026
Herstellungsdatum: 1970
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Loudspeakers
Laut, ausdrucksstark und wuchtig – so würde ich meinen ersten Eindruck von den Braun L810-Lautsprechern beschreiben. Hergestellt in den Frankfurter Braun-Werken während des wirtschaftlichen Aufschwungs der Nachkriegszeit, ist an den L810 aber auch gar nichts „komfortabel“. Und wenn Sie ebenfalls dachten, diese Lautsprecher wären bloß eine größere Version der L480, dann muss ich Sie enttäuschen.
Seit ich vor ein paar Monaten die Tauglichkeit der Braun L480-I als Nahfeldmonitore für die Nutzung im Aufnahmestudio entdeckte, hat dies mein Interesse an klassischen Braun-Lautsprechern entfacht. Letztlich ist die originalgetreue Wiedergabe von Klangfarben zu meinem Maßstab bei der Beurteilung von Lautsprechern geworden. Anstatt Höhen und Bässe einzeln zu bewerten, interessiert mich weitaus mehr, ob der resultierende Gesamteindruck lediglich die Eigenschaften eines technischen Systems aufweist oder es vermag, den Charakter und das Gefühl einer echten musikalischen Darbietung abzubilden.
Viele Lautsprecher schaffen es zwar, einzelne Aspekte wie Bassdruck und Kontur, transparente Stimmen und klare Höhen wiederzugeben, doch wenn es um den klanglichen Charakter, das Timing oder die Größe und Position der Instrumente geht, gelingt es ihnen nicht, die Essenz der ursprünglichen Darbietung abzubilden. Die Musikalität der L480-I hat mich dahingegen positiv überrascht. Und da sie hinsichtlich ihrer moderaten Größe und des geringen Hörabstands eher eingeschränkt waren, fragte ich mich unweigerlich, wie sich ihre größeren Geschwister wohl im Vergleich dazu schlagen würden.
In den 1970er Jahren bestand Brauns Lautsprecherserie aus der kleinen L410, zahlreichen mittelgroßen Modellen der 500er, 600er und 700er-Reihen und den Top-Modellen L810 und L810-I. Um herauszufinden, wie weit Braun unter der Leitung von Dieter Rams (siehe unten) sein vom Bauhaus inspiriertes, reduziertes Design mit den abgerundeten Kanten getrieben hatte, schien die L810 die naheliegende Wahl zu sein. Und während ich noch darüber nachdachte, ob ich mich für die kleineren L710 entscheiden oder doch die L810 wählen sollte, tauchte ganz in unserer Nähe ein perfekt erhaltenes Paar L810 zum Verkauf auf. Dieser Umstand half mir bei meiner Entscheidung, ebenso wie die Tatsache, dass mein audiophiler Freund Luigi mir kurz darauf ebenfalls schrieb, um mich über das Angebot zu informieren. Dank unseres gemeinsamen Interesses an Lautsprechern können wir Geräte miteinander teilen, tauschen oder gegen andere eintauschen.
Obwohl mein erster Kontakt mit dem Verkäufer vielversprechend klang und die Brauns auch prompt für mich auf "reserviert" gestellt wurden, musste unser Schriftwechsel mehrere Unterbrechungen hinnehmen, was letztendlich dazu führte, dass sich die Abholung um fast drei Wochen verzögerte. Es stellte sich heraus, dass die L810 Teil des Nachlasses eines Hamburger Arztes waren, der auch ihr erster Besitzer gewesen war und sie Anfang der 1970er Jahre erworben hatte. Abgesehen von zwei kleinen Kratzern auf der Rückseite eines der beiden Lautsprecher sahen die L810 so aus, als kämen sie gerade erst aus dem Braun-Werk in Frankfurt.
Typisch für die Zeit waren sie noch mit ihren originalen 0,75 mm²-Kabeln mit DIN-Steckern ausgestattet, was bedeutete, dass ich sie nicht einfach mit dem mitgebrachten Röhrenverstärker testen konnte. Ich beschloss, das Risiko dennoch einzugehen und sie ohne vorherige Prüfung zu erwerben. Allein aufgrund ihres makellosen Erscheinungsbildes schien es mir ein eher geringes Risiko zu sein. Meine Mutter, die mich zur Abholung nach Hamburg begleitet hatte, bewunderte auf der Rückfahrt nach Marne gemeinsam mit mir das zeitlose Braun-Design und die haltbare Bauweise der Lautsprecher.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber jedes Mal, wenn ich Vintage-Lautsprecher wieder zum Leben erwecke, bin ich völlig überwältigt, schon allein von der Tatsache, dass sie immer noch Musik abspielen können. Diese anfängliche Euphorie beruht vermutlich auch auf meinem eifrigen Bestreben, ihren Klangcharakter zu ergründen. Die Frage, die mich beschäftigt und begeistert, lautet: „Wie viel von dem, was ich höre, war eine bewusste Designentscheidung der Entwickler, und wie viel beruht auf Alterung oder meinem noch mäßigen Kenntnisstand?“ Geräte einer anderen Ära erwarteten möglicherweise eine andere Raumausstattung und die Menschen genossen andere Musik. Möglicherweise hatten sie auch andere Maßstäbe für guten Klang, d.h. andere Vorlieben.
Zudem altern Materialien im Laufe der Zeit. Die Bauteile der Frequenzweiche haben möglicherweise ihren Widerstand oder ihre Kapazität verändert, die Treiber könnten durch vertrocknetes Ferrofluid blockiert sein oder sich im Laufe der Zeit gesenkt haben. Materialien können weich, hart oder spröde geworden sein. Oftmals verstehe ich anfänglich noch nicht richtig, wie die Lautsprecher aufgestellt werden sollten, welche Art von Geräten und welche Positionierung sie erfordern. Daher werden sich anfängliche Schlussfolgerungen im Laufe der Zeit zwangsläufig als falsch erweisen.
Es ist diese Kombination aus Hoffnung und Ungewissheiten, die Vintage-Geräte so faszinierend für die Menschen macht. Alte Lautsprecher sind wie Fenster, durch die wir in die Vergangenheit blicken können. – Selbst wenn diese Fenster oft zunächst gründlich gereinigt oder rekonstruiert werden müssen.
Ich stellte die L810 zunächst an der vierten Hörposition in meinem Studio auf. Diese ist wahrlich kein idealer Standort für Lautsprecher, vielleicht, weil die Dachlinie sowohl hinter als auch vor den Lautsprechern ab einer Höhe von etwa einem Meter nach innen abfällt. Dies kann leicht zu einem unangenehmen, hornartigen Kompressionseffekt führen, der den mittleren Basspegel unnötig anhebt. Doch gerade an dieser Position fiel mir erstmals auf, dass der Bass der L810 ungewöhnlich dumpf und übermächtig klang. Dies war besonders der Fall, wenn die Lautsprecher mit unzureichendem Abstand zueinander aufgestellt waren. Zudem lösten die beiden großen Tieftöner erhebliche Bodenresonanzen im Hörraum aus. Hinzu kam, dass die kleinen 0,75 mm²-Lautsprecherkabel kaum für die Kontrolle des Schwingverhaltens der Tieftöner ausreichten.
Mein Plan war es deshalb, die fest verlegten Kabel durch Anschlussklemmen zu ersetzen. Ich entschied mich für Terminals von geringer Masse, die aus einem hohlen Metallstift in der Mitte mit aufschraubbaren Kunststoffkappen bestanden. Auch wenn dieser Typ optisch nicht besonders ansprechend ist, bietet er doch den Vorteil, die Kapazität gering zu halten, was insbesondere bei höheren Frequenzen von Vorteil sein kann. Anschließend lud ich einige Freunde ein, um die Lautsprecher mit mir anzuhören. Henrik wies darauf hin, dass bei Verwendung der bisherigen Ständer die Achse der Hochtöner und Mitteltöner mindestens 30 cm über Ohrhöhe lag, was zur allgemeinen Ungenauigkeit im Zeitverhalten beitrug. Dennoch waren sich alle einig, dass die Lautsprecher insgesamt vielversprechend klangen und mit ein paar weiteren Optimierungen phänomenal klingen würden.
Ich machte mich daran, zwei neue 40-cm-Ständer zu bauen, um die 70-cm-Ständer abzulösen. Die neuen Ständer sind über verstellbare Spikes mit dem Boden gekoppelt, und die Lautsprecher selbst stehen auf vier Filzkissen. Anschließend stellte ich die Braun L810 in Hörposition drei auf, wobei ich unter jeden Lautsprecherständer eine große Betonplatte (100 × 40 cm) legte, um Bodenresonanzen zu minimieren. Diese neuen Bedingungen verbesserten die Bühnenabbildung und die Klangfarbe erheblich. Die L810-Serie ist alles andere als „Plug-and-Play“. Sie erfordert einen großen Raum mit ausreichend Abstand zwischen den Lautsprechern und der Vorderwand (d. h. der Wand hinter den Lautsprechern). In meiner Konfiguration stehen die Lautsprecher 2,20 Meter voneinander entfernt (Mittelachse zu Mittelachse), wobei zwischen ihrer Front und der vorderen Wand des Hörraums ein Abstand von 1,70 Metern besteht.
In meinem ersten Testszenario hatte ich die L810 mit einer Hafler XL280-Endstufe und Belden 9497-Kabeln getestet, um einen eher präzisen und detailreichen Klang zu erzielen. Das Ergebnis war jedoch aufgrund der zuvor erwähnten Einschränkungen weit hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. In meiner zweiten Konfiguration verwendete ich eine Dynavox VR-70E-Röhrenendstufe. Nach kurzer Zeit wechselte ich dort von den Belden-Lautsprecherkabeln zu einem neuen Satz maßgefertigter Kabel, die Matthias speziell für den Einsatz mit Röhrenverstärkern angefertigt hatte. Dadurch konnten die L810 noch mehr musikalische Details wiedergeben. Die Instrumente wurden räumlich greifbarer und die Ausklingzeiten kürzer. Der Bass zeigte gleichzeitig mehr Durchschlagskraft und Kontrolle.
Seit ich sie zum ersten Mal gehört habe, zieht es mich immer wieder zu den L810 zurück. Und doch gibt es etwas an ihnen, das mich seltsam unbefriedigt zurücklässt und mich dazu bringt, die Lautstärke zu erhöhen. Gert Redlich vom Deutschen HiFi-Museum beschreibt in seinem zweiteiligen Bericht eine ähnliche Erfahrung. Vielleicht sind die für den Hoch- und Mitteltönerbereich zuständigen Frequenzweichenkondensatoren ausgetrocknet, und ein Austausch derer würde zu einem ausgewogeneren Klang führen. Ich werde mehr Zeit damit verbringen müssen, den L810 zu hören, um mir sicher zu werden. Vielleicht werde ich auch eine Nahfeldmessung durchführen, um festzustellen, ob technisch noch alles in Ordnung ist. Umso erstaunlicher ist es, dass ich nicht auch nur einen Moment an der klanglichen Integrität der kleineren L480-I gezweifelt habe. Jedesmal, wenn ich sie einschalte, haben sie sofort meine volle Aufmerksamkeit und zaubern mir ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.
Nun, Größe wird sicherlich überbewertet. Und die L810 müssen erst noch beweisen, dass sie das Zeug dazu haben, auf lange Sicht Gefallen zu finden. Sollte ich tatsächlich die Kondensatoren austauschen müssen, werden Sie dies hier sicherlich in einem separaten Artikel erfahren. — Auf weitere Erkundungen!
wurde 1932 in Wiesbaden geboren. Er gilt als Allrounder, der das berühmte Braun-Design der 1950er Jahre bis weit über die 1980er Jahre hinaus prägte. Rams, der ursprünglich als Tischler begann, studierte anschließend Architektur und avancierte zu einem namhaften Möbel- und Innenarchitekten, schon bevor er zu Braun kam, um an einigen der gefeierten Entwürfe des Unternehmens mitzuwirken. Rams trat 1955 in den Frankfurter Unterhaltungselektronikhersteller ein und stieg zum Chefdesigner des Unternehmens auf, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte.
In der Unternehmenswerbung manchmal als „Mr. Braun“ bezeichnet, hielt Rams strikt an einer Designphilosophie fest, die von Fritz Eichler, Hans Gugelot (Dozent an der Hochschule für Gestaltung Ulm) sowie Herbert Hirche und Wilhelm Wagenfeld (beide ehemalige Bauhaus-Schüler) für Braun entwickelt worden war. Ihre Designphilosophie zeichnete sich vor allem durch reduzierte Form und Benutzerfreundlichkeit aus; diese Kombination machte Braun ab Mitte der 1950er Jahre zu einer äußerst attraktiven Verbrauchermarke. Rams soll einmal gesagt haben: „Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen und der Realität, in der sie leben, ist tatsächlich die einzige und größte Sünde im Design.“
Um die Fortführung großartiger Gestaltung zu gewährleisten, entwickelte Rams eine Liste von Merkmalen, die als „Zehn Prinzipien für gutes Design“ bekannt wurden. Diese lauten: Innovation, Nützlichkeit, Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit, Unauffälligkeit, Ehrlichkeit, Langlebigkeit, Gründlichkeit und Umweltfreundlichkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Alle Prinzipien klingen auffallend modern und finden sich in Konsumgütern wieder, von Apple iPhones bis hin zu Tesla-Autos.
Die Braun AG wurde 1967 an die Gillette Company verkauft, die wiederum 2005 von Proctor & Gamble übernommen wurde. P&G führte die Produktion von Braun-Trimmern und -Rasierern fort – seit 1949 das Kerngeschäft des Unternehmens –, während kleine Haushaltsgeräte unter dem Namen Braun seit 2012 von De’Longhi hergestellt werden.




Veröffentlicht: 25.5.2026
Herstellungsdatum: 2006
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Pre-Amplifiers
Die ersten Röhrenvorverstärker unter dem Namen „Die Erleuchtung“ stellte Symphonic Line der HiFi-Gemeinde bereits gegen Ende der 1990er Jahre vor. Die überarbeiteten Versionen MKII und MKII HD folgten 2006 bzw. 2007. Symphonic Line hat im Laufe der Jahre viele außergewöhnliche Audiogeräte entwickelt; doch obwohl ich bereits über Rolf Gemeins beeindruckenden Vorverstärker RG2 sowie die Verstärker RG9 und RG10 Reference berichtet habe, ist dies mein erster Testbericht über ein Röhrengerät dieser Marke.





Veröffentlicht: 4.5.2026
Herstellungsdatum: 2015
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Integrated Amplifiers
Der Ende 2015 auf dem Markt erschienene Hegel H360 verbindet robuste High-End-Qualitäten mit einem schlichten, minimalistischen Design, das an die Ästhetik von Braun-Geräten aus den 1980er Jahren erinnert. Sein massiver Ringkerntransformator liefert beeindruckende 250 Watt pro Kanal an 8-Ohm und verspricht durch Hegels patentierte Feed-Forward-Schaltung und extrem hohe Dämpfung vorbildliche Kontrolle über komplexe Weichen und Lautsprecherchassis aller Art. Neben Cinch- und XLR-Anschlüssen bietet der H360 erweiterte Anschlussmöglichkeiten mit einem hochwertigen USB-Eingang sowie Apple AirPlay und DLNA-Streaming.
Wenn ich ein wiederkehrendes Motiv des H360 hervorheben sollte, wäre es dieses: „Es steckt deutlich mehr in ihm, als man auf den ersten Blick vermutet.“ Seine leicht gewölbte Front wird von zwei großen Drehreglern dominiert, die sich auf den gegenüberliegenden Seiten seines zentralen, unauffälligen Displays befinden. Neben dem linken Drehregler steht „Source“ und neben dem rechten „Volume“. Wenn der Hegel jedoch ausgeschaltet ist, lässt sich unmöglich erkennen, in welcher Position sich die Drehregler befinden. Anstelle eines Hinweises auf den Umfang der Einstellmöglichkeiten blickt man lediglich auf das schlichte Erscheinungsbild seiner leeren Frontblende. Mir scheint, dass das Design des H360 bewusst widerwillig gestaltet wurde, um sich den üblichen Konventionen zu entziehen. So befindet sich das Display etwas tiefer, als es die Achse der Drehknöpfe vermuten ließe. Auch die soliden Gummifüße an der Unterseite des Verstärkers stehen weiter auseinander als die beiden ähnlich großen Drehregler. Dadurch entsteht eine optische Dissonanz. Das Hegel-Logo ist mittig über dem Display aufgedruckt, trägt aber nicht dazu bei, die technischen Vorzüge des Geräts optisch hervorzuheben.
Zum ersten Mal bin ich diesem rätselhaften Verstärker bei meinem Freund Henrik begegnet. Er hatte gerade die grundlegenden Arbeiten an seinem neu erschaffenen Hörraum abgeschlossen und war damit beschäftigt, seine Hi-Fi-Anlage und die Raumakustik zu optimieren, um das bestmögliche Hörerlebnis zu erreichen. Der Hegel-Verstärker bildete damals das Herzstück seiner Anlage und diente als Musik-Streamer, Vor- und Endverstärker. Hinter den Metallgittertüren eines maßgefertigten HiFi-Racks war er auch vor der Neugier der Kinder im Haushalt geschützt. Henriks wertvollste Musikquelle war ein großer, solider Transrotor-Plattenspieler mit verschiedenen MC-Tonabnehmern. Um diesen am Verstärker zu betreiben, verfügte Henrik über einen separaten Step-Up-Transformator (Phasemation t550) und einen Phono-Vorverstärker (Audionet PAM V2). Aus Gründen, die nur Hegel selbst kennt, verfügt der H360 nicht über einen analogen Phono-Eingang mit RIAA-Korrektur.
Als Lautsprecher fungierten die voluminösen Trinity 15-8B von Dieter Achenbach. Obwohl Henrik ein von Herrn Achenbach persönlich montiertes Paar besaß, wurden die berühmten Zwei-Wege-Monitorlautsprecher mit separaten 15-Zoll-Tieftönern meist als Selbst-Bausatz verkauft. Dies verschaffte ihnen unter Kennern einen ausgezeichneten Ruf hinsichtlich ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses. Mit der richtigen Verstärkung können die Lautsprecher einen musikalischen und lebendigen Klang erzeugen. Sie stellen jedoch auch hohe Anforderungen an die Aufstellung und die Elektronik. Ihre klaren, nach vorne gerichteten Höhen werden von einem Beyma-AMT (Air-Motion-Transformer) erzeugt, der hinter einem Waveguide sitzt – eine Kombination, die Fehler gnadenlos aufdecken kann. Am anderen Ende des Spektrums verstärkt der PHL-B38-5011-Tieftöner aufgrund seiner Größe die Raumresonanzen und erfordert trotz hoher Leistungsempfindlichkeit die eiserne Hand des Verstärkers.
Der Dämpfungsfaktor von 4.000 des Hegel erweist sich als nützlich, um solche Tieftöner mit großem Durchmesser impulsgetreu auszusteuern und einzubremsen. Auch der AMT profitierte von der Fähigkeit des H360, hochpräzise und nicht ermüdende Höhen wiederzugeben. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Henriks Hörraum jedoch noch im Aufbau. Es kam deshalb zu unschönen Reflexionen erster Ordnung hinter den Lautsprechern, zu einem leichten Dröhnen in den tieferen Bassfrequenzen und zu einer merkwürdigen Verlagerung des Basses in Richtung der rechten hinteren Raumecke – ein Phänomen, das wir damals zunächst nicht ergründen konnten (1, siehe unten). Folglich wurde mein Eindruck des Hegel durch die Umgebung negativ beeinflusst. Erst als Henrik mir vorschlug, den Verstärker zur weiteren Erkundung in mein Studio mitzunehmen, begann ich, seine verborgenen Vorzüge zu entdecken. „Da steckt mehr drin, als man auf den ersten Blick vermutet.“ – Dieser Gedanke kam mir in den Sinn, als ich zum ersten Mal den Versuch unternahm, den 20 kg schweren H360 aus seinem Rack zu heben.
Selbst die Fernbedienung war deutlich schwerer, als es ihre bescheidene Größe und die winzigen, alle gleich aussehenden Tasten vermuten ließen. Da ich bei meinen Hörerlebnissen meist mit Vintage-Geräten zu tun habe, die entweder gar keine Fernbedienung besitzen oder nur eine billige aus Kunststoff, überraschte mich die solide Verarbeitung dieses Exemplars. Die nächste Überraschung ereignete sich, als ich den Netzschalter des Hegel nicht finden konnte. Er befand sich weder auf der Fernbedienung noch war er an der Vorder-, Seiten- oder Rückseite des Geräts zu entdecken. Ich setzte mich auf den Teppich in meinem Studio und starrte den Hegel eine Weile an. Henrik hatte mir zwar gesagt, wo sich der Schalter befand, aber ich konnte mich nicht daran erinnern. Also schob ich meine Hände unter die Seiten und die Vorderseite des Geräts und ertastete schließlich den Knopf unterhalb der Vorderseite. Ich drückte ihn nach oben.
Meine Audioquelle war ein Marantz CD-17 CD-Player mit Ken-Ishiwata-Ausgangsstufe. Dieser war über ein Cinch-/RCA-Kabel und den internen Wandler des CD-Players mit dem Hegel verbunden. Zunächst sagten mir die auf dem Hegel angezeigten Einstellungen nicht viel. Dann wurde mir klar, dass ich vergessen hatte, die Lautsprecherkabel an die Anschlüsse des Verstärkers anzuschließen. Normalerweise hätte ich zuerst alle Kabel angeschlossen, doch aus irgendeinem Grund hatte ich diesen Schritt vor dem Einschalten vergessen. Die Kabel zu meinen elektrostatischen Martin-Logan-SL3-Lautsprechern waren noch immer am Symphonic-Line-RG9-Verstärker angeschlossen.
Nachdem ich die Lautsprecherkabel ordnungsgemäß installiert hatte, drehte ich die Lautstärke am Hegel erneut auf. Dies wurde durch einen abnehmenden negativen Dezibelwert auf dem Display angezeigt. Der analoge Eingang „An01“ war ausgewählt, der Marantz zählte die Sekunden des Titels – und doch war kein Ton zu hören. Ganz im Stil der britischen Serie „The IT Crowd“ schaltete ich den H360 aus und wieder ein, um das System neu zu starten. Als der Hegel hochfuhr und die Relais klickten, war endlich der Weg frei und die Martin Logans spielten Musik. Der H360 ist ein leistungsstarker Verstärker mit robuster Stromversorgung und Schaltkreisen. Das zeigen auch seine Daten. Er liefert 250 Watt pro Kanal an einer 8-Ohm-Last und 420 Watt an einer 4-Ohm-Last. Es scheint jedoch, dass seine patentierte SoundEngine-Technologie mit adaptiver Feed-Forward-Schaltung genau wissen will, mit welcher Last sie es zu tun hat. Solange diese Information fehlt, wechselt der Verstärker in den Schutzmodus und wartet auf einen Neustart.
Das ist auch gut so. Meine Martin-Logan-Lautsprecher haben eine Nennimpedanz von 4 Ohm und können daher bis zu 420 Watt pro Kanal vom Hegel-Verstärker beziehen. Getreu der Harman-Kardon-Philosophie, dass ein leistungsfähiger Verstärker keine Einschränkungen im Frequenzband haben sollte, erstreckt sich der Übertragungsbereich des H360 von 5 Hz bis 180 000 Hz. In Kombination mit dem SL3 kann dies jedoch problematisch sein, da das elektrostatische Prinzip bei Frequenzen von über 20.000 Hz zu extrem niedrigen Widerständen von 0,2 Ohm führt. Die Statoren der Hoch-Mitteltontreiber wirken bei hohen Frequenzen wie Kondensatoren. Umso überraschender ist es daher, dass das beste Kabel zur Ansteuerung dieser Lautsprecher ein maßgeschneidertes Design mit hoher kapazitativer Eigenlast ist.
Nachdem der H360 seine Ausgangsleistung an die spezifische Last angepasst hatte, schien er von den Anforderungen der Martin-Logan-Lautsprecher, auch bei hohen Pegeln, völlig unbeeindruckt zu sein. Dies war eine angenehme Überraschung und ein weiteres Beispiel für die Raffinesse des innovativen Hegel-Designs.
Ein weiterer unerwarteter Vorteil war, dass die Hegel-Fernbedienung mit meinem Marantz CD-17-Player kompatibel war. Dadurch konnte ich beide Geräte bequem mit einer einzigen Fernbedienung steuern. Ich bin mir nicht sicher, ob Marantz bei seinen aktuellen Modellen denselben IR-Code verwendet wie damals. Falls dem so ist, könnte diese Kompatibilität ein Argument für potenzielle Käufer beider Geräte sein. Der Hegel bietet zudem Ethernet (RJ45), USB und Apple AirPlay als Audioeingänge und ist damit eine moderne All-in-one-Lösung. Wenn wir separate Streamer und DACs verwenden, um Musik aus dem Internet oder von Computerquellen abzuspielen, müssen wir jeden Schritt des Prozesses genau bedenken, da die resultierende Klangqualität ansonsten beeinträchtigt werden kann. Mein Symphonic Line RG9 ist zwar ein ausgesprochen musikalisches Gerät, doch ihm fehlt diese tiefe Integration in die digitale Infrastruktur. Dieser Tatsache war ich mir gar nicht so bewusst, bevor ich den Hegel in meinem Studio erlebte.
Es ist jedoch nur die eine Seite der Medaille: Während der Hegel weder über ausreichend viele analoge Eingänge noch über eine RIAA-Korrektur verfügt, bietet mein RG9 beides. Da ich noch nie eine gelungene “audiophile” optische Signalverbindung gehört habe, hielt ich drei Eingänge dieser Art für überflüssig und empfand den einzigen Line-Eingang als unnötige Einschränkung. (Tatsächlich sind es zwei analoge Eingänge, wenn man den variablen Heimkino-Eingang mitzählt, der auf festen Pegel umgestellt werden kann.) Bei der Musikwiedergabe über diesen Eingang schien es zunächst, als würden Aspekte des natürlichen Musikflusses zugunsten der akustischen Räumlichkeit in Bezug auf Bühnentiefe und -breite geopfert. Während der Symphonic Line die Instrumente innerhalb einer relativ schmalen Klangbühne hielt und jedem Instrument sein spezifisches Timbre verlieh, hob der Hegel die Instrumente eher aus der Gruppe hervor und schuf so Freiräume zwischen ihnen. Die Klangfarben ähnelten denen des Symphonic Line, waren jedoch bisweilen freier interpretiert. Das Erreichen eines glaubwürdigen Timbres ist in der Tat eine schwer fassbare Kunst. Und der Hegel spielte in dieser Kombination bisweilen etwas zu freizügig, um wahr zu sein.
Obwohl mich die überragende Klangbühne des Hegel teilweise beeindruckte, empfand ich die Präsentation des Symphonic Line fesselnder. Ich hätte es vermutlich bei dieser Erkenntnis belassen, wäre nicht Henrik zu Besuch gekommen und hätte mir geraten, den internen DAC des Hegel anstelle des Marantz-DACs zu verwenden. Das war eine erfrischende Idee, und so stellten wir kurzerhand eine koaxiale Verbindung her. Erstaunlicherweise kam bei unserem ersten Versuch noch kein Signal zustande. Ich hatte zunächst mein HiViLux-Digitalkabel verwendet, woraufhin der Hegel den Eingang sperrte. Das Kabel hatte offenbar Eigenschaften, die mit der Schaltung und den Erwartungen des Hegel nicht vereinbar waren. Nach kurzem Überlegen stellten wir die Verbindung mit meinem WSS Platinum Line KS10-Kabel her, das zuvor als Cinch-Kabel eingesetzt worden war. Wir starteten den Verstärker neu und diesmal funktionierte es auf Anhieb.
Wie bei meinen vorherigen Höreindrücken blieb die Klangbühne des Hegel weiträumig, wobei jedes Instrument genau an seiner Position spielte und sich deutlich von den anderen unterscheiden ließ. Dies machte sich besonders bei orchestraler Musik wie Max Richters Album „My Brilliant Friend“ bemerkbar. Falls Sie es noch nicht kennen: Es ist – wie der Titel schon andeutet – ein brillantes Album. Der Hegel gab jede Position im Orchester originalgetreu wieder und erzeugte einen räumlichen, klaren und äußerst glaubwürdigen Klang. Die Klangfarben waren sogar denen des analogen Anschlusses mit denselben WSS-Kabeln überlegen. Es war bereits spät am Abend und der Hegel profitierte von der zunehmend saubereren Stromversorgung und den geringeren Umgebungsgeräuschen. Die Bässe waren straff und gut strukturiert. Wer hätte gedacht, dass der integrierte Hegel-DAC das gesamte Klangerlebnis auf dieses Niveau heben konnte?
In Verbindung mit äußerst exakten Lautsprechern, wie beispielsweise Elektrostaten, erzeugt der Hegel unter Umständen einen Klang, der bei einigen Aufnahmen als zu trocken empfunden wird. Dies ist auf seine hervorragenden Eigenschaften in der Signaldämpfung zurückzuführen. Wo die Lautsprecher selbst nicht die nötige Fülle liefern, ist diese schlichtweg nicht vorhanden. Bei großartigen Aufnahmen wie Richters „Infra 8” stand jedoch die erste Violine fest und dreidimensional vor uns, umgeben von einem klar definierten Raum, als blicke man einen Saal hinunter. Das An- und Ausklingen jeder einzelnen Note war zu hören, als blicke man durch Regentropfen, die in Zeitlupe vom Himmel fallen. Zu anderen Zeiten kann der Hegel nüchtern wirken, da er sich weigert, die Musik zu verschönern. Er leistet keinen eigenen Beitrag zum Klangbild und erzeugt auch keinen besonderen „Hegel-Haus-Klang“. Bei richtiger Einstellung klingt er weder kalt noch schrill, er umschmeichelt die Musik jedoch auch nicht. Seine enorme Leistung ermöglicht großartige orchestrale Attacken und tiefe, gurgelnde Bässe, wo diese erforderlich sind.
In diesem Sinne ist der interne DAC des Hegel spektakulär. Zwar gehört der AKM-AK4450-Chip nicht zur neuesten Generation von Wandlern (begrenzt auf 24/192 PCM), doch in der konkreten Anwendung im Hegel wird jeder digitale Eingang zunächst durch die proprietäre Master-Clock des H360 neu getaktet. Dadurch werden Timing-Fehler noch vor der Wandlung reduziert, was wahrscheinlich die interessanteste Eigenschaft des Hegels ist. Tief in seinem schlichten Gehäuse eingebettet befindet sich eine sorgfältig durchdachte High-End-Kombination aus DAC und Clock. Diese kann es mit vielen weitaus teureren Einzelkomponenten aufnehmen und übertrifft diese sogar. Hegels erste All-in-one-Lösung ist besonders für diejenigen interessant, die einen detailreichen, präzisen Klang mit natürlicher Dynamik auf einer dunklen und sehr räumlichen Klangbühne bevorzugen. Der H360 eignet sich besonders gut für Musik aus digitalen Quellen und überzeugt bei orchestralen Arrangements. Er kann jedoch übertroffen werden, wenn der Schwerpunkt auf analoger Musik liegt und es um klangliche Üppigkeit geht. Der Hegel ist nicht üppig. Er interpretiert nicht, er gibt wieder. Doch insgesamt bietet er deutlich mehr, als man ihm aufgrund seiner schlichten, leicht eigensinnigen Optik zuschreiben würde.
1 = Die wahrgenommene Verlagerung des Basses in die linke hintere Ecke des Raumes war ein akustischer Effekt, der durch die umgekehrte Polarität des Mittel-Tief-Treibers im Monitorlautsprecher des rechten Kanals der Achenbach verursacht wurde. Dieser Fehler wurde im Rahmen von Messungen zur FIR-Aktivierung der Lautsprecher festgestellt, die im August 2026 in Zusammenarbeit mit Bidjan Tschaitschian durchgeführt wurden.
< Martin Logan SL3 | FIR Activation >





Veröffentlicht: 14.2.2026
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Music & Talk
Tag(s): Jazz
Mit „Inner Peace“ legt das Lars Pagelsen Trio ein CD-Album vor, das klanglich auf bemerkenswert hohem Niveau realisiert wurde. Dynamik, Raumabbildung und tonale Balance überzeugen durch Natürlichkeit und Transparenz – Qualitäten, die sich auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen. Dadurch ist es besonders für audiophile Hörer interessant.
Die Aufnahme besticht durch eine plastische Bühnenstaffelung, klar konturierte Instrumente, natürliche Klangfarben und eine hohe Durchhörbarkeit. Das Klavier steht stabil und körperhaft im Raum, der Bass ist präzise definiert und tonal ausgewogen, das Schlagzeug offen und fein aufgelöst – ohne künstliche Effekte oder übertriebene Kompression.
Und auch musikalisch zeigt das Trio Profil. Die als „Mindful Jazz“ bezeichnete Spielweise versteht sich weniger als Stilrichtung, denn als Haltung. Sie lässt Raum für Zwischentöne, vertraut auf klare harmonische Strukturen und gibt dem musikalischen Geschehen Zeit zur Entfaltung. Jazz soll für das Publikum nachvollziehbar sein – dieser Gedanke prägte bereits die Ankündigung eines Live-Konzerts im Elbeforum in Brunsbüttel. „Mindful Jazz“ beschreibt somit die bewusste Konzentration auf das Wesentliche: Klang, Zeit und die Räume dazwischen.
Lars Pagelsen beschäftigt sich seit seinem 18. Lebensjahr intensiv mit Jazz. Seine Begeisterung für das Klavier und für das Komponieren wurde früh durch seine Klavierlehrerin gefördert, die ihm Grundlagen der Notation und des eigenständigen Komponierens vermittelte. Heute studiert er Jazz am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main – ein Ausbildungsweg, der angesichts begrenzter Studienplätze keineswegs selbstverständlich ist. Die Kompositionen für das Trio stammen aus seiner Feder.
Aufgenommen wurde „Inner Peace“ im Jahr 2024 im D-Room Studio in Gehrden bei Hannover. Die Regie übernahm Hervé Jeanne, das Mastering der CD verantwortete Ralf Jackowski. An der Einspielung wirkten Eleni Granitza am Bass und Nicolas Rotermund am Schlagzeug mit. Das Zusammenspiel der Musiker sowie die sorgfältige Produktion verleihen dem Album seine Geschlossenheit und klangliche Tiefe.
Seit Anfang 2025 tritt das Lars Pagelsen Trio nun in neuer Besetzung auf: Alisa Pou Montz am Bass und Felix Lothwesen am Schlagzeug erweitern das klangliche Spektrum des Ensembles. Alisa Pou Montz, in der Frankfurter Musikszene eine gefragte Musikerin, bringt ein klares, grooviges Bassspiel ein, während der klassisch ausgebildete Felix Lothwesen dem Schlagzeug mit stilistischer Offenheit und verblüffender klanglicher Differenzierung eine vielseitige Note verleiht.
Das Album dokumentiert somit nicht nur einen musikalischen Ansatz, sondern auch eine Momentaufnahme in der Entwicklung von Lars Pagelsen – sorgfältig produziert, klanglich anspruchsvoll und mit hörbarer Liebe zum Detail. Ich freue mich schon sehr auf die ersten Tonträger unter neuer Besetzung. Für die audiophile Community bleibt zu hoffen, dass bei kommenden Aufnahmen mit ähnlicher Sorgfalt ans Werk gegangen wird. — Es bleibt also spannend.

Wenn Sie in Reichweite von 25709 Marne in Norddeutschland leben und alte HiFi-Stereo-Klassiker besitzen, die darauf warten, erforscht und beschrieben zu werden, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören!
Alle Bewertungen sind kostenlos, und Ihre persönlichen Daten werden ausschließlich dazu verwendet, den Bewertungsprozess mit Ihnen zu organisieren. Ihre Ausrüstung wird Ihnen innerhalb von zwei Wochen zurückgegegeben und Sie sind herzlich eingeladen, sich an der Bewertung zu beteiligen. Die Besitzer der Geräte können wählen, ob sie anonym bleiben oder in der Rezension erwähnt werden möchten.
Vielen Dank, dass Sie das eiaudio-Projekt unterstützen.
Audiophile Grüße,
Karsten