In 'Explorations in Audio' möchte ich einige praktische Erkenntnisse über die Einrichtung und Optimierung eines erschwinglichen HiFi-Systems vermitteln. Obwohl man annehmen könnte, dass eigentlich schon alles über HiFi gesagt wurde, bleiben einige überraschend einfache Fragen offen, z. B.: "Ist digital besser als analog?" "Sind Kabel wichtig?" "Können digitale Kabel Störungen aufnehmen?" "Sollten Lautsprecher auf Spikes gestellt werden? Hat die Entwicklung im HiFi-Bereich ältere Geräte überflüssig gemacht?" "Wo sollte ich meinen Subwoofer aufstellen?" "Welche Raumkorrektur funktioniert am besten?" - Aber: "Sind das wirklich die richtigen Fragen?" - Nun, wir werden sehen.
Während die Einträge in diesem Blog in die drei oben genannten Kategorien unterteilt sind, finden Sie unten eine gemischte Auflistung der neuesten Beiträge. Der aktuellste Artikel wird zuerst angezeigt. Wenn Sie diesen Blog nicht zum ersten Mal besuchen, ist die Liste unten ein guter Ort, um schnell nachzusehen, ob es etwas Neues gibt.
Ihr Beitrag ist mehr als willkommen, solange Sie sich an die audiophile Grundregel "Ohr vor Verstand" halten. Das bedeutet, dass Sie Ihre Kommentare nicht auf der Grundlage dessen abgeben, was Sie zu wissen glauben, sondern nur auf der Basis Ihrer eigenen Hörerfahrung. Sie können uns gerne Geräte zum Testen vorschlagen und Kommentare zu den Beschreibungen hinterlassen, die Sie hier finden.

Veröffentlicht: 25.5.2026
Herstellungsdatum: 2006
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Pre-Amplifiers
Die ersten Röhrenvorverstärker unter dem Namen „Die Erleuchtung“ stellte Symphonic Line der HiFi-Gemeinde bereits gegen Ende der 1990er Jahre vor. Die überarbeiteten Versionen MKII und MKII HD folgten 2006 bzw. 2007. Symphonic Line hat im Laufe der Jahre viele außergewöhnliche Audiogeräte entwickelt; doch obwohl ich bereits über Rolf Gemeins beeindruckenden Vorverstärker RG2 sowie die Verstärker RG9 und RG10 Reference berichtet habe, ist dies mein erster Testbericht über ein Röhrengerät dieser Marke.





Veröffentlicht: 4.5.2026
Herstellungsdatum: 2015
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Integrated Amplifiers
Der Ende 2015 erschienene Hegel H360 Vollverstärker vereint robuste High-End-Verarbeitungsqualität mit einem schlichten, minimalistischen Design, das an die Blütezeit von Braun erinnert. Sein massiver Ringkerntransformator liefert beeindruckende 250 Watt pro Kanal an 8-Ohm-Lasten und verspricht – in Kombination mit seiner patentierten Schaltung mit extrem hoher Dämpfung – eine äußerst präzise Kontrolle, um damit jeden Lautsprecher zu bändigen. Zusätzlich zu den standardmäßigen Cinch- und XLR-Anschlüssen bietet der Hegel H360 hochwertige USB-, Apple AirPlay- und DLNA-Streaming-Funktionen für eine verbesserte Konnektivität.




Veröffentlicht: 18.4.2026
Herstellungsdatum: 1973
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Gear & Review
Tag(s): Loudspeakers
Trotz ihrer moderaten Größe und der vollflächigen Metallgitter, die ihre gesamte Vorderseite bedecken, überzeugen die Braun L480/1 aus dem Jahr 1973 durch ihre tonale Aufrichtigkeit und ihre hohe Musikalität. Doch reichen diese Eigenschaften aus, um sie als Nahfeldmonitore für den Einsatz in einem Tonstudio zu qualifizieren? — Jetzt wird es spannend.
Genau wie die Braun L480/1 Lautsprecher bin auch ich ein Kind der 1970er Jahre und wurde in Frankfurt am Main geboren. Es war eine Zeit und eine Region, die noch vom deutschen „Wirtschaftswunder“ geprägt waren – ein Begriff, der während des Wirtschaftsbooms nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt wurde. Er basierte auf dem verblüffenden Phänomen, dass brillante Ingenieure und qualifizierte Arbeitskräfte in einer sich erst neu entwickelnden Wirtschaftszone mit extrem niedrigen Löhnen zu finden waren. Diese Kombination ist naturgemäß sehr selten.
Frankfurt am Main war schon immer ein wichtiger Knotenpunkt für Handel und Finanzdienstleistungen. In der Nachkriegszeit strebten Politiker eine Wiederbelebung von Markenprodukten an, die den Menschen Sicherheit und einen unverwechselbaren modernen Stil vermitteln sollten. Die Deutschen wollten mit den Traditionen brechen, die ihnen mehr Not als Nutzen gebracht hatten, und sich auf eine klarere, berechenbare Zukunft einlassen. Ihre Sehnsucht nach Stabilität und Ordnung zeigt sich auch in den Designeinflüssen jener Zeit.
Zu schwer waren die Opfer gewesen, die noch immer in den von Sorge geprägten Gemütern der deutschen Bevölkerung nachwirkten. Die meisten Familien hatten unvorstellbare Verluste erlebt und mussten mit den emotionalen Nachwirkungen zurechtkommen. Die Infrastruktur war erst kürzlich wieder aufgebaut worden, und in den vielen neuen Häusern lebten junge Familien, denen es schwerfiel, in Stabilität zu vertrauen und die bestrebt waren, die Wunden der Vergangenheit zu heilen, indem sie ihre Aufmerksamkeit auf etwas Neues und Schönes lenkten. Wer seinen Status zur Schau stellen konnte, tat dies nun wieder, jedoch auf subtile, unaufdringliche Weise, die denen, die weniger Glück, hatten nicht vor den Kopf stieß.
Die Braun-Entwürfe der 1970er und 1980er Jahre spiegeln diese gegensätzlichen Bedürfnisse wider. Durch die Kombination einer klaren, zukunftsweisenden Ästhetik mit hervorragender Verarbeitungsqualität und Funktionalität fügten sie sich unauffällig in die Wohnungseinrichtung ein. Für den unbedarften Laien sind sie schick anzusehen, für den Kenner jedoch ein Wunderwerk der Technik. Designer wie Dieter Rams, von 1961 bis 1995 Leiter des Braun-Designteams, nahmen die bedeutenden Designschulen ihrer Zeit, wie das Bauhaus und dessen Nachfolger HfG Ulm, in ihr Wirken auf und übertrugen diese Ästhetik auf das industrielle Produktdesign.
Obwohl Dieter Rams öffentlich für seine Beiträge zu den Produkten gelobt wurde, ist nur wenig über das kleine Team von Akustikingenieuren bekannt, das seinen Entwürfen die eigentliche Substanz verlieh. Bekannt ist jedoch, dass Produkte wie die L480/1-Lautsprecher in Zusammenarbeit mit allen Ingenieuren entwickelt wurden und nicht hierarchisch vom Designteam nach unten hin delegiert. Ganz im Sinne des Bauhaus-Prinzips „Die Form folgt der Funktion“ war auch hier die Funktionalität der entscheidende Faktor. Während Rams das allgemeine Erscheinungsbild, die Aufstellung und die Systemintegration definierte, blieben die endgültigen Abmessungen der Gehäuse, die Auswahl der Treiber, das Design der Frequenzweichen und die Klangabstimmung Aufgabe der Ingenieure.
Die Abstimmung von Design und Elektronik folgte der von Fritz Eichler ins Leben gerufenen Unternehmensstruktur und den von ihm festgelegten Prozessen. Eichlers Ansatz des „Systemdenkens“ hat seitdem viele erfolgreiche Unternehmen inspiriert. In den 1970er Jahren verfügte Braun über ein hauseigenes Team von Lautsprecherentwicklern, das ihre eigenen Treiber entwarf. Dies bedeutete, dass die L480/1-Serie mit neu konstruierten flachen Papiermembranen, einem eigens entwickelten 25mm-Braun-Kalottenhochtöner und Frequenzweichen ausgestattet wurden, die speziell für die Aufstellung in Wandnähe ausgelegt waren. Produktion und Montage fanden vor Ort in Kronberg i.T. statt, wobei Produktionsmuster regelmäßig zwischen Kronberg und Frankfurt hin- und hergeschickt wurden.
Bei der Entwicklung der L480/1-Lautsprecher strebten die Akustikingenieure einen möglichst „natürlichen“ Klang an, ohne bestimmte Frequenzen für dramatische Effekte hervorzuheben. Damit knüpfte das Unternehmen an die BBC-Tradition des Lautsprecherdesigns an, völlig im Gegensatz zum übertriebenen „West Coast Sound“, wie er den Amerikanern bekannt ist, oder dem „Taunus Sound“, wie er in Deutschland manchmal genannt wird.
Die L480/1 waren die Nachfolger der L450-Serie, bei der es sich ebenfalls um geschlossene Gehäuse mit Frequenzweichen handelte, welche die Aufstellung an der Wand und das relative Nahfeld-Monitoring kompensierten. Beide Lautsprecher waren so konzipiert, dass sie in Brauns wandmontierte HiFi-Stereomöbel passten (siehe auch: Braun Wandanlage).
Das erste Braun-HiFi-System, das ich je hörte, war das meines Münchner Onkels. Es handelte sich um eine komplette Atelier-Anlage, bestehend aus Plattenspieler, Tuner, Kassettendeck, CD-Player und dem Verstärker mit Lautsprechern. Mein Onkel war Ingenieur, zunächst bei Siemens und später bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA und ging äußerst sorgfältig mit seinem Besitz um. Die Braun Atelier Anlage war sein ganzer Stolz. Und schon als Kind konnte ich erkennen, dass diese Klangqualität außergewöhnlich war. Ich frage mich nun, wie viele von Ihnen ähnliche Kindheitserinnerungen an HiFi-Anlagen haben, denen Sie damals lauschten.
Mein Kauf der L480/1 wurde demnach sowohl von meinen frühen Erinnerungen an Braun-Lautsprecher als auch von meinem Wunsch beeinflusst, mit weiteren HiFi-Enthusiasten in unserer Umgebung in Kontakt zu treten. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Verkäufer der Lautsprecher ein pensionierter Lehrer in seinen 90ern war, der seit vielen Jahren Braun-Produkte gesammelt hatte. Er bereitete sich nun darauf vor, Deutschland zu verlassen und nach Griechenland zu ziehen, da er über die Lage hierzulande frustriert war. Leider konnte ich die Lautsprecher vor dem Kauf nicht persönlich testen, da sich der Verstärker nicht mehr einschalten ließ. Die L480/1 verwenden noch die alten DIN-Stecker, die zwar dafür ausgelegt waren, ein versehentliches Vertauschen der Polarität zu verhindern, inzwischen aber völlig aus der Mode gekommen sind. Da mir der alte Mann leid tat, wünschte ich ihm alles Gute für seinen Lebensabend in Griechenland und trug die Lautsprecher zu meinem Auto, einen unter jedem Arm.
Zurück in meinem Studio schnitt ich die DIN-Stecker ab und isolierte die Kabelenden. Anschließend stellte ich die L480/1 auf ein Paar robuste MDF-Lautsprecherständer und schloss sie an meinen Rotel- RC-960BX Vorverstärker mit B&K ST140-Endstufe an. Als Musikquelle diente mir ein Dual CS505-3 Plattenspieler, der mit einer verbesserten Nadel ausgestattet war. Mein erster Eindruck war nun, dass die Lautsprecher etwas dumpf klangen und es ihnen an Bass fehlte. Ich konnte auch hören, dass der Tieftöner an einem der Lautsprecher kratzte. Mit einem Schraubendreher entfernte ich also das Metallgitter und löste die Schrauben des Tieftöners heraus. Zu meiner Überraschung sah ich, dass jede Schraube von einer Metallkontermutter mit Gewinde gehalten wurde, wodurch die Treiber immer wieder perfekt eingesetzt werden konnten.
Der Treiber selbst war in neuwertigem Zustand. Selbst nach 50 Jahren im Einsatz zeigte die Sicke keinerlei Anzeichen von Sprödigkeit, Verfärbung oder Zerfall. Der Magnet verriet, dass der Treiber im Jahr 1973 hergestellt wurde, und die Rückseite des Treibers war durch ein engmaschiges Netz staubgeschützt und gedämpft. Es war nicht ungewöhnlich, dass sich Treiber nach so vielen Jahren setzten, was dann dazu führte, dass die Schwingspule an den schmalen Spalten im Magneten kratzte. Ich drehte den Treiber deshalb um 90 Grad und schraubte ihn wieder fest, um das Problem zu beheben. Anschließend befestigte ich die Metallgitter mit Streifen aus schwarzem Klebeband, so wie sie ursprünglich mit klebriger Masse fixiert worden waren. Als ich mich zum Hören hinsetzte, war das Schleifgeräusch verschwunden, doch der Gesamtklang blieb dumpf und bassarm.
Erst als ich las, dass diese Lautsprecher für die Wandmontage konzipiert waren, brachte ich sie in den Kontrollraum unseres kleinen Studios, wo ich sie neben dem B&K-Verstärker auf den Schreibtisch stellte. Diesmal verwendete ich mein M3 MacBook in Verbindung mit einem Zoom L-20-Mischpult als Musikquelle. Die L480/1s erwachten augenblicklich auf eine Weise zum Leben, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Die Musik klang ehrlich und authentisch, mit einem natürlichen Klangbild. Es war genau der Klang, den ich mir von dezidierten Studiolautsprechern erhofft, aber bisher noch nicht erreicht hatte. Ich bestellte umgehend Wandhalterungen und montierte die Brauns darauf einige Tage später. Ich stellte nun fest, dass die L480/1 den besten Klang lieferten, wenn sie in Richtung der Hörposition geneigt waren. Während die meisten Lautsprecher von einer abseits der Spiegelachse liegenden Aufstellung profitieren, war dies bei den Brauns nicht der Fall.
Der Bass klang in unserem kleinen Raum nur dann korrekt, wenn die Lautsprecher in einem Winkel zur Wand standen. Eine parallele Aufstellung reduzierte den Bass erheblich, was dem natürlichen Groove, den diese Lautsprecher erzeugen können, abträglich war. Die Stimmen klangen besonders angenehm, ohne dass künstliche oder technische Einflüsse störten. Die Musik hatte einen organischen Fluss, der stundenlanges unbeschwertes Hören ermöglichte. Die Höhen lieferten genügend Detailreichtum, um etwaige Probleme in einem Mix zu erkennen, ohne dabei bestimmte Frequenzen aufzudrängen oder hervorzuheben. Tagsüber gab das System die durch den industriellen Trubel auf den Stromleitungen verursachte kantige Schärfe originalgetreu wieder. Nachts hingegen klang die Musik weich und gleichmäßig, wie man es von hochwertigen Aufnahmen erwarten würde.
Tatsächlich machen es die Braun L480/1 leicht, Mängel sowohl in den Aufnahmen als auch in der verwendeten Ausrüstung frühzeitig zu erkennen. Sie bestätigen klangliche Korrektheit und bestrafen Ungenauigkeiten. Sie meistern Tempo und Stimmung gleichermaßen gut und werden Synthesizer-Klängen und Samples ebenso gerecht wie natürlichen Instrumenten. Bei der Aufnahme kann ich Gain, Kompression und Delay sicher einstellen, ohne von der Mischung der Elemente überwältigt zu werden. Die klangliche Trennung ist ausreichend vorhanden, um den Charakter der Instrumente zu unterscheiden. Meiner Meinung nach verfügen sie über alle Eigenschaften, die erforderlich sind, um als Nahfeldmonitore eingestuft zu werden. Tatsächlich trifft es wahrscheinlich zu, dass die meisten Verbraucher in ihrer täglichen Nutzung über Geräte verfügen, die akustisch weit hinter der Präzision dieser kleinen Lautsprecher zurückbleiben, insbesondere, wenn man sie in solchen Nahfeld-Hörumgebungen hört.
Siehe auch 'Tonalität als Dimension' > Symphonic Line RG9
wurde 1932 in Wiesbaden geboren. Er gilt als Allrounder, der das berühmte Braun-Design der 1950er Jahre bis weit über die 1980er Jahre hinaus prägte. Rams, der ursprünglich als Tischler begann, studierte anschließend Architektur und avancierte zu einem namhaften Möbel- und Innenarchitekten, schon bevor er zu Braun kam, um an einigen der gefeierten Entwürfe des Unternehmens mitzuwirken. Rams trat 1955 in den Frankfurter Unterhaltungselektronikhersteller ein und stieg zum Chefdesigner des Unternehmens auf, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte.
In der Unternehmenswerbung manchmal als „Mr. Braun“ bezeichnet, hielt Rams strikt an einer Designphilosophie fest, die von Fritz Eichler, Hans Gugelot (Dozent an der Hochschule für Gestaltung Ulm) sowie Herbert Hirche und Wilhelm Wagenfeld (beide ehemalige Bauhaus-Schüler) für Braun entwickelt worden war. Ihre Designphilosophie zeichnete sich vor allem durch reduzierte Form und Benutzerfreundlichkeit aus; diese Kombination machte Braun ab Mitte der 1950er Jahre zu einer äußerst attraktiven Verbrauchermarke. Rams soll einmal gesagt haben: „Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen und der Realität, in der sie leben, ist tatsächlich die einzige und größte Sünde im Design.“
Um die Fortführung großartiger Gestaltung zu gewährleisten, entwickelte Rams eine Liste von Merkmalen, die als „Zehn Prinzipien für gutes Design“ bekannt wurden. Diese lauten: Innovation, Nützlichkeit, Ästhetik, Benutzerfreundlichkeit, Unauffälligkeit, Ehrlichkeit, Langlebigkeit, Gründlichkeit und Umweltfreundlichkeit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Alle Prinzipien klingen auffallend modern und finden sich in Konsumgütern wieder, von Apple iPhones bis hin zu Tesla-Autos.
Die Braun AG wurde 1967 an die Gillette Company verkauft, die wiederum 2005 von Proctor & Gamble übernommen wurde. P&G führte die Produktion von Braun-Trimmern und -Rasierern fort – seit 1949 das Kerngeschäft des Unternehmens –, während kleine Haushaltsgeräte unter dem Namen Braun seit 2012 von De’Longhi hergestellt werden.






Veröffentlicht: 14.2.2026
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Music & Talk
Tag(s): Jazz
Mit „Inner Peace“ legt das Lars Pagelsen Trio ein CD-Album vor, das klanglich auf bemerkenswert hohem Niveau realisiert wurde. Dynamik, Raumabbildung und tonale Balance überzeugen durch Natürlichkeit und Transparenz – Qualitäten, die sich auch im internationalen Vergleich nicht verstecken müssen. Dadurch ist es besonders für audiophile Hörer interessant.
Die Aufnahme besticht durch eine plastische Bühnenstaffelung, klar konturierte Instrumente, natürliche Klangfarben und eine hohe Durchhörbarkeit. Das Klavier steht stabil und körperhaft im Raum, der Bass ist präzise definiert und tonal ausgewogen, das Schlagzeug offen und fein aufgelöst – ohne künstliche Effekte oder übertriebene Kompression.
Und auch musikalisch zeigt das Trio Profil. Die als „Mindful Jazz“ bezeichnete Spielweise versteht sich weniger als Stilrichtung, denn als Haltung. Sie lässt Raum für Zwischentöne, vertraut auf klare harmonische Strukturen und gibt dem musikalischen Geschehen Zeit zur Entfaltung. Jazz soll für das Publikum nachvollziehbar sein – dieser Gedanke prägte bereits die Ankündigung eines Live-Konzerts im Elbeforum in Brunsbüttel. „Mindful Jazz“ beschreibt somit die bewusste Konzentration auf das Wesentliche: Klang, Zeit und die Räume dazwischen.
Lars Pagelsen beschäftigt sich seit seinem 18. Lebensjahr intensiv mit Jazz. Seine Begeisterung für das Klavier und für das Komponieren wurde früh durch seine Klavierlehrerin gefördert, die ihm Grundlagen der Notation und des eigenständigen Komponierens vermittelte. Heute studiert er Jazz am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main – ein Ausbildungsweg, der angesichts begrenzter Studienplätze keineswegs selbstverständlich ist. Die Kompositionen für das Trio stammen aus seiner Feder.
Aufgenommen wurde „Inner Peace“ im Jahr 2024 im D-Room Studio in Gehrden bei Hannover. Die Regie übernahm Hervé Jeanne, das Mastering der CD verantwortete Ralf Jackowski. An der Einspielung wirkten Eleni Granitza am Bass und Nicolas Rotermund am Schlagzeug mit. Das Zusammenspiel der Musiker sowie die sorgfältige Produktion verleihen dem Album seine Geschlossenheit und klangliche Tiefe.
Seit Anfang 2025 tritt das Lars Pagelsen Trio nun in neuer Besetzung auf: Alisa Pou Montz am Bass und Felix Lothwesen am Schlagzeug erweitern das klangliche Spektrum des Ensembles. Alisa Pou Montz, in der Frankfurter Musikszene eine gefragte Musikerin, bringt ein klares, grooviges Bassspiel ein, während der klassisch ausgebildete Felix Lothwesen dem Schlagzeug mit stilistischer Offenheit und verblüffender klanglicher Differenzierung eine vielseitige Note verleiht.
Das Album dokumentiert somit nicht nur einen musikalischen Ansatz, sondern auch eine Momentaufnahme in der Entwicklung von Lars Pagelsen – sorgfältig produziert, klanglich anspruchsvoll und mit hörbarer Liebe zum Detail. Ich freue mich schon sehr auf die ersten Tonträger unter neuer Besetzung. Für die audiophile Community bleibt zu hoffen, dass bei kommenden Aufnahmen mit ähnlicher Sorgfalt ans Werk gegangen wird. — Es bleibt also spannend.


Veröffentlicht: 8.2.2026
Autor: Karsten Hein
Kategorie: Explorations
Tag(s): Norddeutsche HiFi-Tage
Seit der Ankündigung, dass die renommierte High-End-Messe 2026 aus dem MOC Event Center in München an einen zentraleren Standort nach Wien verlegt wird, haben sich die Norddeutschen HiFi-Tage zur führenden Veranstaltung der Branche in Deutschland entwickelt. Erstmals wurde in diesem Jahr auch eine Eintrittsgebühr von 15 Euro pro Besucher erhoben.
Die Zeiten sind schwerer geworden für die HiFi-Community und für die Hersteller, die sich ihr verschrieben haben. Die ehemals wohlhabende Mittelschicht Europas ist zugunsten privilegierter Interessengruppen und libertärer Marktideale förmlich ausgeblutet worden. Die sagenhaften Kapitalgewinne der vergangenen Jahre wurden in vielen Fällen am Staat vorbei in globale Steueroasen gelenkt, und die Verteilung der finanziellen Mittel war auch deshalb schon lange nicht mehr so spürbar ungleich wie heute. Die Lenkung des Staates auf Basis des Shareholder Value dürfte von kurzfristigem Erfolg sein.
Aber auch technologisch tut sich viel. Die ehemals einflussreiche HiFi-Presse sieht sich zunehmend mit Störgeräuschen durch Social Media-Größen konfrontiert, die der Branche in ihrer kurzen Aufstiegsphase mehr Schaden zufügen als Nutzen bringen. Sagen wir mal so: Wenn Sie an einer Person oder einem Thema schnell das Interesse verlieren möchten, folgen Sie ihnen in den sozialen Medien. Dann ist der Zauber schnell vorbei. Denn in unserer realen „Offline“-Welt der Waren und Dienstleistungen basieren Qualität und Stabilität auch heute noch auf langfristigem Engagement für die Sache, und das fehlt in diesen Algorithmus-basierten Medien spürbar. Der zunehmende Einsatz von KI rückt die Sinnfrage bezüglich der digitalen Medien ebenso ins Rampenlicht.
Umso wohltuender und willkommener ist die Gelegenheit, auf den Norddeutschen HiFi-Tagen mit den Herstellern persönlich ins Gespräch zu kommen. Als ich mir wenige Tage vor der Messe die lange Liste der renommierten Aussteller für 2026 ansah, beschloss ich, meine Aufmerksamkeit in erster Linie auf diejenigen zu richten, die ich in den drei vergangenen Jahren versäumt hatte. Und da ich die Messe ungern alleine besuchen wollte, bat ich meinen HiFi-Freund und Lautsprecherkabel-Konstrukteur, Matthias, mich zu begleiten. Das war besonders interessant, denn Matthias brachte zwei neue Kabelprototypen im Koffer mit, als er bei uns in Marne eintraf.
Matthias beschäftigte sich erneut mit dem Design von Lautsprecherkabeln, seit er von seinen omnidirektionalen Duevel Bella Luna Lautsprechern auf die Jupiter-Serie desselben Herstellers umgestiegen war und kein Kabel fand, das mit den Lautsprechern harmonierte. In der Tat hatte er auch vor vorher schon mit der Entwicklung von Lautsprecherkabeln experimentiert, jedoch erforderten gerade die Jupiter die tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema, um deren klanglichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.
Die Jupiter sind aus zwei Gründen anspruchsvoller zu betreiben: Erstens ist ihr Tieftöner viel größer und erfordert eine bessere Kontrolle seitens der Endstufe; zweitens ist auch ihre Hochtonmembran enorm groß, was leicht zu einem hörbaren Frequenzabfall in den hohen Frequenzen führen kann. Seine Herausforderung bestand also darin, ein Kabel zu entwickeln, mit dem sein Verstärker beide Probleme beheben konnte – was ihm letztendlich auch gelang.
Matthias ist ein erfahrener Hörer und hat ein gutes Gespür für Nuancen. Durch seinen Hintergrund in der Elektronik und seine Experimente mit dem Bau von HiFi-Kabeln hat er auch ein tieferes Verständnis für die zugrunde liegende Technologie entwickelt. Auf seiner Suche nach dem optimalen Klang ist Matthias ebenso unermüdlich wie ich, auch wenn er dies nicht immer so offen zum Ausdruck bringt. Ich war daher froh, ihn als Begleiter und zusätzliches Paar Ohren dabei zu haben, um meine Erfahrungen an unserem Tag auf der Messe zu vergleichen und diskutieren zu können. Vier Ohren hören bekanntlich mehr als zwei.
Als wir auf der Messe ankamen, war der Empfangsbereich noch voller Besucher, sodass wir beschlossen, unsere Jacken zunächst anzubehalten und uns direkt in die oberen Stockwerke zu begeben. Dies führte uns zum Ausstellungsraum von ATE Akustik, einem im Jahr 1982 von Norman Gerkinsmeyer gegründeten Unternehmen. Herr Gerkinsmeyer ist ein deutscher Entwickler und Hersteller von Lautsprechern und Spezialtreibern mit Sitz in Neu-Ulm. Er selbst stellte auf der Messe die patentierte Ring Mode Driver (RMD)-Technologie seines Unternehmens vor, ein Biegewellenwandler, der auf einem ovalen Membran-Design basiert.
ATE Imagine — Ring Mode Driver Lautsprecher

Nach meiner positiven Bewertung des Biegewellenwandlers von Daniela Manger in den P2-Lautsprechern war ich sehr daran interessiert, mehr über die Unterschiede zwischen den beiden Designs zu lernen. So erfuhr ich, dass das Design des ATE-Treibers durch seine ovale Form die zurückkehrenden Resonanzwellen der Membran auf natürliche Weise dämpft, wohingegen Generationen von Manger-Wandlern ihre charakteristische sternförmige Matte nutzen, um die Rückwellen zu dämpfen. Beide Treiber bieten den erheblichen Vorteil, dass sie in dem für das menschliche Ohr kritischen Frequenzbereich ohne Frequenzweiche auskommen.
ATE stellt auch Treiber für die Automobil- und Luftfahrtindustrie her, ein Umfeld, in dem digitale Signalprozessoren intensiv genutzt werden, um den Frequenzgang in einem akustisch ungünstigen Raum zu glätten. Leider kamen diese auch spürbar im Showraum zum Einsatz, was zu einem unnatürlich kurzen Ausklingen, kaum matten Transienten und einem insgesamt stark gezügelten Klang führte. Ich muss zugeben, dass ich für diese Art von Modulation sehr empfindlich bin und persönlich noch nie einen DSP-beeinflussten Hoch-Mitteltonbereich gehört habe, den ich als natürlich empfunden hätte. Unser letzter Musiktitel war „Africa“ von Peter Bence, den wir zuvor auf vielen HiFi-Systemen gehört hatten, der jedoch zugunsten einem glatteren Frequenzbild im Raum seinen üblichen Charme und Reiz nicht zeigen konnte.
Unsere Tour führte uns dann zu Lyravox, einem deutschen Hersteller von Audiogeräten aus Hamburg. Ich hatte zuvor bereits die kleineren Karlos-Lautsprecher gehört, die mir damals akustisch größer vorkamen als sie aussahen, was höchstwahrscheinlich auf die Verwendung des nach oben abstrahlenden Air-Motion-Transformers und einer aktiven DSP-Modulation anstelle von passiven Frequenzweichen zurückzuführen war. In diesem Jahr stellte Lyravox seine Karlsson Mini Monolith-Standlautsprecher vor. Auch hier wird nichts dem Zufall überlassen, von den vielfältigen Eingangsmodalitäten (XLR, SPDIF, Toslink, analog usw.) über die leistungsstarke integrierte Class-D-Verstärkung (2x 500 + 1x 100 WPC) bis hin zum Mehrkanal-Hi-Res-DSP.
Die von Lyravox verwendeten Materialien sind von höchster Qualität, von den Sockelplatten aus Naturstein bis hin zu den edlen Gehäusen aus Kunststein, die mit Accuton Keramik-Invert-Dome-Treibern vom Hochtöner bis zum Bass kombiniert sind. Das gesamte Sortiment präsentiert sich in einem klaren, weißen und eleganten Design. Nun sind Hotelzimmer keine idealen Hörräume, und meine anhaltende Kritik an den im Hoch-Mittelton-Bereich verwendeten DSPs könnte wohl auch damit zusammenhängen, dass sie in einem solchen Raum stark eingreifen müssen. Berlin ist nicht allzu weit von Marne entfernt, und vielleicht sollte ich Lyravox einen Besuch abstatten, um mir einen realistischeren Eindruck zu verschaffen. Wir hörten uns unter anderem das Album „Stay Tuned” von Dominique Fils-Animé an.
AUDES Audio im Nachbarraum blickt auf eine lange Geschichte in der Herstellung von Audiogeräten zurück, die bis ins Jahr 1935 reicht. Das estnische Unternehmen nahm seinen Dienst zunächst mit der Herstellung von Radioempfängern unter dem Namen RET (Raadio-Elektrotehnika Tehas) auf und beschäftigte schon im ersten Jahr 50 Mitarbeiter, die täglich 20 bis 30 Empfänger bauten. Von 1941 bis 1944 gehörte die zu dem Zeitpunkt Raadio-Pioneer genannte Fabrik zu Telefunken und wurde in Funktechnische Fabrik Reval umbenannt. Der Name AUDES existiert seit 1992 und steht für „Audio aus Estland”.
Eine vollständige Darstellung der Unternehmensgeschichte ist auf dessen Website verfügbar. Die aktuellen Lautsprecherserien (Reference, Excellence, M-Serie, Credo usw.) sind in ihrer Gestaltung außerordentlich vielfältig und reichen von niedrigen Türmen bis hin zu schlanken Schallwänden, wahlweise in der Breite oder in der Tiefe. An diesem Tag wurden die M5-Lautsprecher ausgestellt, die an der gewählten Position etwas dünn und arm an Klangfarben wirkten. Die Einrichtung der lokalen Elektronik und die Anpassung an den Raum sind natürlich eine Herausforderung. Daher verließen wir dieses Zimmer, ohne einen wirklichen Eindruck von der Fähigkeit der Lautsprecher zu gewinnen.
Rogers gehört zu den bekannten BBC-Lautsprecherherstellern wie Harbeth und Spendor, welche vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren für ihre weiche, natürliche Wiedergabe der Mitten und Stimmen im Nahfeld und in kleinen Studios bekannt waren. Die Rogers-Lautsprecher, die wir auf den Norddeutschen HiFi-Tagen gehört haben, waren jedoch alles andere als Nahfeldmonitore. Ich habe zwar versäumt, mir den Namen der Lautsprecher vor Ort zu notieren, doch nach meiner Recherche muss es sich wohl um die neu aufgelegten PM510 S3 gehandelt haben, die uns mit einer enormen Dynamik und knackigen, druckvollen Höhen beeindruckten.
Wir konnten die Treiber durch das Lautsprechergewebe nicht erkennen, und so war ich überrascht, als ich erfuhr, dass die dezidiert metallischen Klänge von einem Audax Seidenkalotten-Hochtöner wiedergegeben wurden. Meiner Meinung nach lässt sich dies nur durch seine relativ ausgeprägte Größe von 34 mm und den starren Metalldiffusor an der Vorderseite erklären. Der Raum war relativ gut besucht, und es gab unter den wenigen Stühlen keinen wirklich optimalen Platz zum Sitzen. Matthias und ich waren uns einig, dass uns der Klang grundsätzlich gefiel, doch wir waren nicht überzeugt, dass wir unter den gegebenen Bedingungen richtig hören konnten. Die teilweise Druckkammer-ähnlichen Höhen der Lautsprecher erinnerten mich an die frühen Ringradiatoren von Fostex und Beymar.
Symann Soundboards gehörten sicherlich zu den unkonventionelleren Konstruktionen der Messe. Ihr Ingenieur, Michael Symann, ist von Beruf Klavier- und Cembalobauer und entwickelt seine Lautsprecher auf der Grundlage von Soundboards, den hölzernen Bauteilen, die den Boden des Klaviers bilden und in der richtigen Tonlage mitschwingen. Die Komponenten bestehen aus vier breiten Streifen aus Tonholz, von denen jeweils zwei auf den gegenüberliegenden Seite eines schmalen Lattenrahmens montiert sind. Als Treiber dienen Exciter, wie sie häufig in Fahrzeuganwendungen verwendet werden, und es gibt einen kleinen Air Motion Transformer (AMT) zur Ergänzung der Höhen.
Dieses innovative Design erzeugt eine Klangwand, die der von Vollbereichs-Elektrostaten ähnelt. Der Frequenzbereich ist jedoch auf die Eigenschaften der verwendeten Materialien beschränkt. Die Genauigkeit der ansonsten sehr präzisen AMTs könnte eventuell darunter leiden, dass der Hochtöner auf der schwingenden Oberfläche zwischen den Resonanzplatten angebracht ist. Ich würde mich freuen, eine zukünftige Version der Soundboards zu hören, bei der der AMT an einer festen Position angebracht ist. Insgesamt sind die Soundboards eine vielversprechende Erfindung und eine spannende Klangerfahrung.
Wilson Alexx V — Array Loudspeakers

Das spektakulärste Hörerlebnis war sicher die Präsentation eines HiFi-Systems der Superlative durch Matthias Böde vom Stereo-Magazin. Als Lautsprecher diente das Modell Alexx V von Wilson Audio, das von enormen VTL Siegfried-Röhren-Monoblöcken angetrieben wurde. Das Ensemble hatte die Leistung einer mittelgroßen PA-Anlage und überraschte seine Zuhörer mit enormen Attacken. Obwohl der Klang während der gesamten Darbietung kontrolliert, präzise, realistisch und knackig blieb, taten mir die Personen in den ersten Reihen in unmittelbarer Nähe der Lautsprecher etwas leid. Wahrscheinlich klingelten ihre Ohren noch lange nach, so wie nach einem guten Live-Konzert.
Wir fragten uns auch, wie die Wilson-Lautsprecher wohl in einem Wohnzimmer klingen mögen, wo sie mit moderater Lautstärke betrieben würden. Der Idealbereich eines Lautsprechers ist immer auch auf einen bestimmten Hörabstand und Lautstärkepegel hin optimiert. Die Auswahl der Songtitel war ohne Frage ausgezeichnet und zeigte eindeutig, wer an diesem Nachmittag das Sagen hatte.
Während die Präsentation von Matthias Böde im großen Konferenzraum nicht mit den benachbarten Präsentationen zu kollidieren schien, so wurden dennoch einige der Präsentationen durch die laute Konkurrenz auf der anderen Seite des Ganges akustisch an den Rand gedrängt. Je später die Messe wurde, desto lauter spielten einige Hersteller ihre Geräte. Dieses Verhalten zwingt alle Aussteller in einen Teufelskreis, in dem einer nach dem anderen die Lautstärke erhöhen muss, bis aus einer Qualitätsvorführung eine Machtdemonstration wird. Aus diesem Grund konnte ich Mattias manches Highlight der Messe nicht vorführen.
Zum Abschluss machten wir Halt bei Daniela Manger in Raum 204 und hörten uns eine elektronisch aufgetrennte Version ihrer P2-Lautsprecher an, bei denen der Bassbereich über eine aktive Frequenzweiche angesteuert und durch zwei aktive Bassfallen optimal im Raum ergänzt wurde. Matthias und ich waren von der Raumakustik und der Leistung diesmal sehr positiv beeindruckt. Das Erlebnis war vergleichbar mit meinen Erfahrungen, als ich die P2-Lautsprecher in meinem Studio zum Testen hatte, und ich freute mich, diese Erfahrung bei dieser Gelegenheit mit Matthias teilen zu können.
Manger P2 — Bending Wave Transducer Loudspeakers

Auf dem Rückweg nach Marne machten wir Halt bei einem HiFi-Freund in Barmfeld, um ihm dabei zu helfen, die Klangqualität seiner HiFi-Anlage in einem neu gebauten Hörraum zu verbessern. Den Rest des Abends verbrachten wir damit, Lautsprecher zu verschieben und über Klang zu diskutieren, bis unsere Energie vollständig erschöpft war und wir uns nach einem erfüllten Tag auf den letzten Streckenabschnitt in Richtung Marne begaben.

Wenn Sie in Reichweite von 25709 Marne in Norddeutschland leben und alte HiFi-Stereo-Klassiker besitzen, die darauf warten, erforscht und beschrieben zu werden, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören!
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Audiophile Grüße,
Karsten